Die drei Säulen der Gesundheit

Wenn der ganzheitlich orientierte Fitness-Coach Christoph Henninger über den Zusammenhang von Bewegung, Entspannung und Gesundheit spricht, hört man ihm gerne zu. Er vertritt eine etwas andere Ansicht zu diesen Themen als die meisten seiner Zeitgenossen. Weil ihm diese Botschaft am Herzen liegt, hat Henninger bereits mehrere Bücher geschrieben.

Auf die gesunde Balance der drei Säulen kommt es an

Die wichtigste Instanz für Entspannung ist guter Schlaf. Beim Schlafen kann der Geist loslassen und verarbeiten, was er am Tage erlebt hat. Auch der Körper sinkt in eine tiefe Entspannung. Die Wirbelsäule streckt sich. Entspannter Schlaf ist Henninger zufolge nicht nur für Menschen mit Bluthochdruck ein wichtiges Regenerationsmittel. Optimal sei ein Schlaf von acht Stunden. Doch die meisten Menschen schlafen heute deutlich weniger, weil sie Einschlaf- und Durchschlafprobleme haben. Synthetische oder natürliche Schlafmittel haben daher Hochkonjunktur. Henninger sagt, die Körperchemie habe aus ganzheitlicher Sicht einen großen Einfluss auf die Schlafqualität. Seiner Sicht nach kann der menschliche Organismus nur dann richtig funktionieren, wenn wir ihm die richtigen Impulse vermitteln. Dazu gehören gesunde Bewegungseinheiten, gesunde Entspannungsmöglichkeiten und eine gesunde Ernährung. Sind diese drei Säulen der Gesundheit im Einklang miteinander, ist alles im Lot. Doch unser modernes Leben, unsere Gewohnheiten und unsere Unvernunft arbeiten oft gegen dieses gesundheitliche Ideal an. Wer regelmäßig Nachtschichten ableisten muss oder die Balance der drei Säulen aus anderen Gründen regelmäßig unterläuft, sollte seine Gesundheitsstrategien entsprechend anpassen. Ohne das können weder unsere Vitalität noch die Fitness über Jahre erhalten bleiben. Die drei Säulen der Gesundheit sollten also über die gesamte Lebensspanne gleichermaßen beachtet werden. Die Körperchemie kann wieder in Balance gebracht werden. Einzelne Werte wie den Kortisolspiegel zu beachten, sei für eine gute Gesundheit gar nicht so wichtig, sagt Christoph Henningen. Ihm zufolge ist die Ausgewogenheit zwischen den drei Säulen entscheidend.

Gluten zu meiden, ist ein guter Beginn

Der Mensch sagt oft, er habe eine Krankheit bekommen. Durch diese Formulierung hat er selbst nichts mit dem Entstehen seiner Krankheiten zu tun. Doch das stimmt nicht. Sobald wir unserer Körperchemie genügend Aufmerksamkeit widmen, leben wir gesund. Im Grunde wissen wir genau, was gesund ist und was nicht. Trotzdem handeln wir oft gegensätzlich. Es erscheint uns unzumutbar, auf lange Sicht die Lebensgewohnheiten zu ändern und die Wohlfühlzone, in der wir uns bevorzugt aufhalten, zu verlassen. Wir suchen Rechtfertigungen, um uns nicht gesundheitsgerecht zu verhalten, obwohl unser Interesse an diesen Themen groß ist. Der Büchermarkt quillt über vor Gesundheitsratgebern. Ganzheitlich sind aber nur die wenigsten. Unsere „zivilisierte“ Lebensweise hat dafür gesorgt, dass wir immer weniger Vitalstoffe zu uns nehmen, obwohl wir ständig „Overeating“ pflegen. Wir nehmen zuviel Getreide mit Glutengehalt, zu viel Zucker, zu viele Fette zu uns. Henninger empfiehlt, sämtliche Getreide, die Gluten enthalten, möglichst oft wegzulassen. Auch der Umstieg auf Dinkel oder Roggen, die ebenfalls Gluten enthalten, ist aus seiner Sicht nicht besser. Gekeimte Getreide wären Henninger zufolge die bessere Lösung. Kritisch sieht Christoph Henninger auch die vegane Welle. Den Verzicht auf Fleisch sieht er als positiv an, die vielen stark verarbeiteten Ersatzprodukte auf Sojabasis seien aber kritisch zu sehen. Die Natur, sagt Henninger, hat uns als Rohköstler angelegt. Wir sollten demnach mehr Lebensmittel mit Chlorophyll zu uns nehmen, um die Körperchemie in Balance zu halten. Bewegung wird in heutiger Zeit unterschätzt. Wir leiden zunehmend an der „Sitzkrankheit“. Gegen Alkoholmissbrauch und Nikotinabusus gibt es Aufklärungskampagnen – Stühle und der dadurch verursachte Bewegungsmangel gelten jedoch als nicht halb so gefährlich. Zu viel Bewegung ist genau so schädlich wie zu wenig. Henninger befürwortet individuelles Training in der richtigen Dosis, um eine Übersäuerung zu verhindern. Training im regenerativen Bereich sei wichtiger als tägliche Power-Jogging-Einheiten. Mit weniger Aufwand erreiche man meistens mehr.

 

By | 2017-02-05T09:46:52+00:00 Februar 1st, 2017|Categories: Ernährung, Gesundheit|0 Comments

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